Lob der Unmäßigkeit

 

Vor wenigen Tagen traf ich meinen lieben Freund Antonio bei einem gemütlichen Abendessen. Ich freue mich jedes Mal auf die Unterhaltung mit ihm, denn Gespräche mit Antonio sind grundsätzlich sehr inspirierend. Diesmal stürzte er aufgeregt ins Lokal und legte nach unserem Begrüßungsritual gleich los: „Ich habe deinen letzten Blog ‚Der Beste Sex überhaupt’ gelesen und kenne das Prinzip der Anziehung sehr gut!“ Ich spürte seine Freude, das Erlebnis mit mir zu teilen.

Nachdem wir mit Campari-Orange angestoßen hatten, fing er zu erzählen an: „Vor einigen Jahren habe ich einen Test gemacht. Ich wollte im Monat mit einem Zusatzjob € 500.- dazuverdienen. Ich habe alle bekannten Techniken angewendet und siehe da: Ich erhielt nur 3 Monate später ein Angebot, bei einer Vortragsreihe mitzuarbeiten. Es kostet mich im Monat nur wenig Zeitaufwand und es lässt sich leicht koordinieren. Nun rate mal, wie hoch das Honorar war!“ Ich musste schmunzeln und antwortete: „Ich denke, es werden rund € 500.- gewesen sein, oder?“.

„Genau – aber leider brutto! Ich habe vergessen zu wünschen, dass ich das Zusatzeinkommen NETTO haben will!“ Wir lachten beide. „Ja, wirklichPrinzip der Anziehung blöd“, scherzte ich.

„Aber es wird noch besser“, fuhr er fort. „Nachdem ich erkannte, dass das Prinzip der Anziehung tatsächlich in allen Bereichen funktioniert, habe ich meine Wünsche hochgeschraubt. Ich hatte damals ein monatliches Netto-Einkommen von etwa € 2.400.-, was meiner Meinung nach schon ganz gut war. Das sind in etwa € 35.000.- pro Jahr – Netto, versteht sich.“, grinste er und hielt die Spannung aufrecht. „Ich habe also die Techniken angewendet und meine Ziele neu definiert. Diesmal sagte ich zu meiner Frau, dass ich € 100.000.- im Jahr verdienen werde! Und was gab sie mir zur Antwort?“ Ich war etwas skeptisch, da ich seine Frau nicht sonderlich gut kannte. Er fuhr fort: „ Sie sagte bloß: ‚Vergiss nicht, in Netto zu denken!’ Ist das nicht unglaublich?“

Er wurde immer lauter. Ich musste laut auflachen, denn damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Wirklich faszinierend, wenn man sich mit Menschen unterhält, die das Prinzip der Anziehung anwenden und die Erfolge erkennen.

Neugierig wie ich bin, wollte ich wissen, ob er das Ziel erreicht hatte. „Das Jahresverdienst im Jahr darauf war € 60.000.- und das übernächste Jahr € 95.000.-, Netto natürlich“.

„Natürlich“, ich wieder. „Warst du denn enttäuscht, weil du dein Ziel nicht ganz erreicht hast?“ Er, ganz salopp: „Hey, ich habe innerhalb von nur zwei Jahren mein Einkommen verdreifacht! Und das nur, weil ich mir nicht mehr zugetraut habe!“

Ich war verdutzt. Was nun? War er nun enttäuscht oder glücklich, ein besseres Einkommen zu haben?

Er klärte mich auf: „Es ist fantastisch, sage ich dir. Ich habe nun erkannt, dass meine Ziele viel zu klein sind und ich kann mir nun erlauben, in größeren Dimensionen zu denken“, sagte er. „Mein nächstes Ziel ist nun, die Millionen-Euro-Grenze zu knacken! Und ich weiß ganz genau, dass ich das schaffen werde!“

Er lehnte sich zufrieden zurück und wir verlebten noch einen grandiosen Abend. Zu den Campari-Orange gesellten sich noch weitere Trünke. Die weiteren Details zu dem Abend bleiben aber unser Geheimnis…
Ihr Ronald Hanisch

 

 

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