Glückseligkeit oder Die Einfachheit des Lebens

 

neo superstar

Was ist denn so Besonderes an einem vorbeifahrenden Zug? Was ist so faszinierend, wenn der Lichtschalter betätigt wird und das Licht geht an? Und wie kann etwas nach dem 50. Mal hintereinander noch immer so lustig sein, dass Tränen gelacht werden?

Für meinen Sohn ist es das. Er ist mittlerweile knapp 2 Jahre alt.

Für mich ist es faszinierend zu beobachten, wie einfach für uns alle das Leben beginnt und wie es nach und nach komplizierter zu werden scheint. Die Einfachheit des Lebens erlebe ich mit meinem Sohn anhand vier Prinzipien:

Staunen: Egal was es ist, es ist besonders. Mein Sohn kommt aus dem Staunen nicht raus, egal was er sieht und entdeckt. Neues wie bekanntes.

Freude: Wann auch immer er etwas sieht, das ihm bekannt vorkommt, sei es Tier oder Mensch, er freut sich riesig. Dann wird mit breitem Grinsen umarmt und geherzt. Und dabei meist ganz laut gekreischt. Was der Katze wiederum nicht gefällt.

Beharrlichkeit: Unglaublich, mit welcher Hartnäckigkeit der junge Mann einfordert, was er haben möchte. Und die ungefährlichen Sachen bekommt er dann auch meist. Ist für alle einfacher.

Moment: Schön, wie er den Moment genießen kann. Im Hier und Jetzt zu sein. Keine Gedanken an vergangene und schon gar keine an zukünftige Ereignisse. Schön, keine Probleme zu haben.

 

Mag schon sein, dass auch mein Sohn mal das Staunen verliert und alles für Selbstverständlich hält. Kann schon sein, dass er es irgendwann auch einfach nur ok findet, wenn sein Daddy nach Hause kommt. Eventuell wird er den Kampf aufgeben und in Zukunft nicht mehr die Dinge einfordern, die er wirklich wirklich haben möchte – wird er in Zukunft auch tatsächlich wissen was er wirklich will? Vielleicht wird auch er vergessen, wie schön es ist, den Moment zu genießen und er wird sich unbegründet Sorgen um die Zukunft machen.

Das Leben scheint wirklich einfach zu sein. Wenn wir es nur so leben würden…

 

Ihr Ronald Hanisch