Digital Natives verändern die Arbeitswelt

Verständnis und Akzeptanz für die neue Generation schaffen

Still und leise werden sie die Arbeitsweisen verändern – das hat bisher jede Generation gemacht. Sie sind eigenwillig, wollen im Job vorankommen UND viel Freizeit. Sie planen kurzfristiger und das „Karotten-Prinzip“, lange hart arbeiten um später den Erfolg ernten zu können, ist für sie nicht mehr attraktiv. Die Guten wollen alles auf einmal.

Die Loyalität gegenüber Unternehmen sinkt. Da unterscheidet sich das Mindset der Digital Natives ganz erheblich von dem der älteren Generationen. Die neue Generation ist loyal zu ihrem Netzwerk und Freunden.

Schauen wir durch die optimistische Brille, zeichnet sich mit diesem Wandel eine insgesamt größere Werteorientierung ab – was, so zeigen wiederum Studien, einerseits zu einer größeren Zufriedenheit des Einzelnen führt, andererseits für das Unternehmen sogar auch zu besseren Ergebnissen. Unter Freunden, die gemeinsam an einem Thema arbeiten, zählt eben der Sinngehalt oder ethische Wert dieses Themas mehr als der monetäre Profit.

 

Welche Generation Mensch gehört zu den Digital Natives?

 

Generation YAls Digital Natives werden Personen bezeichnet, die ab ca. 1980 geboren wurden und mit Internet und mobilen Kommunikation seit der Geburt aufgewachsen sind. Diese Generation kennt das Leben ohne Internet und Smartphone gar nicht. Sie sind mit diesen Technologien aufgewachsen und haben sie im Laufe der Zeit bereits als selbstverständlich wahrgenommen.

Diese Generation wird u.a. auch als Millenials und Generation Y tituliert. Mir gefällt am ehesten die Bezeichnung Generation Y. Das englische Y, ausgesprochen “Why”, zu deutsch Warum, hinterfragt tatsächlich mehr als die Generationen davor. Sie hinterfragt alles, was bisher als selbstverständlich und gut befunden wurde. Sogar sich selbst.

Die High-Potentials dieser Generation sind IT-affin, willensstark, legen sich nicht fest und arbeiten aus ihrem Naturell heraus bereits projektorientiert. Sie lösen komplexe Aufgaben also am liebsten in der Gruppe. Physisch und virtuell.

Und die aktuellen Technologien ermöglichen, dass wir heute immer und überall aktiv sein können. Informationen sind immer und überall abrufbar. Aus dem Internet, abgespeichert in der Cloud oder per Zugriff auf Datenbanken. Per Smartphone sind wir immer und überall erreichbar. Solange es aktiviert ist. Wenn sich die richtig Guten der Generation Y für ein Unternehmen entscheiden, wollen sie produktiv sein, anstatt nur beschäftigt. Den typischen ‚9 to 5‘-Job wollen die wenigsten. Um dies zu gewährleisten, müssen Unternehmen die Voraussetzungen schaffen.

 

Generationswechsel

Die Älteren unter uns, die sogenannten „Digital Immigrants“, können oft gar nicht verstehen, was die neue Generation mit den technischen Hilfsmitteln alles macht. Ich werde oft hinter vorgehaltener Hand gefragt: „Was machen die da immer in diesem Facebook? Was gibt es denn da so viel zu sehen, am Tablet und am Smartphone?“

Diese neue Lebensart nennt sich Life Hacking und kommt aus den USA. Mit einer Vielzahl an Hilfsmitteln und Apps soll die Arbeit erleichtert und die Performance erhöht werden.

Digital Natives können mit Projekt-Tools von gestern nicht arbeiten

In den Projekten von heute wird zusehends auf solche Hilfsmittel zurückgegriffen. Informationen in Echtzeit teilen, Aufgaben verteilen und den Status der Projekte live abrufen können. Immer und überall. Auch die Dokumentation erfolgt über diese Art der Hilfsmittel.

Was vor wenigen Jahren noch per Kettenbrief verschickt wurde, wenn viele Personen über etwas informiert werden sollten, konnte später mit lokalen Computerprogrammen erledigt werden. Heute wird das über Internetanwendungen in Sekunden erledigt. Die Möglichkeit, sich per Videokonferenzen unkompliziert auszutauschen, gehört ebenfalls dazu. Reisen sind also nicht mehr zwingend notwendig, wenn man sich mal auf die Schnelle „persönlich“ treffen möchte. Auch wenn es das physische Treffen nicht wirklich ersetzt, so ist dies eine hilfreiche Alternative. Nicht nur Digital Natives nutzen diese Möglichkeiten.

 

Veränderungen zulassen

Es sind oft die Einstellungen der Mitarbeiter, die Veränderungen verhindern: „Wieso verändern, wenn es die letzten 10 Jahre auch funktioniert hat?“ Solche und ähnliche Sprüche sind verheerend für Unternehmen. Die meisten Unternehmen haben keine andere Wahl als sich den laufenden Veränderungen zu stellen.

Unternehmen verschwinden

Es ist überlebenswichtig, die laufenden Veränderungen zuzulassen. Eine neue Generation Mensch verändert. Neue Methoden und neue Arbeitsweisen verändern die Arbeitswelt zusätzlich. Das hat Auswirkungen auf die Projekte. Und bedenken Sie: Die Digital Natives sind Ihre Mitarbeiter UND Kunden!

 

 

Ihr Ronald Hanisch