Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien wurde verschoben!

football-345715_1280Na das wäre mal eine Ansage! Mit dieser Überschrift würde wahrscheinlich die Welt still stehen.

Und dann noch die Beschreibung: „Der ursprünglich vereinbarte End-Zeitpunkt des Projektes „Fußball-WM“ kann nicht eingehalten werden, und nun muss der Abschlusstermin verschoben werden. Und damit der Start einer der beliebtesten Mannschaftssportarten der Welt. Denn selbst der Einsatz zusätzlicher Ressourcen zeigte keine Ergebnisse. Und die Qualität, naja, sprechen wir nicht darüber.“

Das Projekt geht mit einigen Bauwerken gründlich baden, weil diese nicht rechtzeitig fertig werden. So wurden beispielsweise bei einem Testspiel 4 Wochen vor der eigentlichen WM sämtliche Zuschauer vom strömenden Regen erfasst. Spezielle Gläser aus Frankreich, welche für die Überdachung benötigt werden, wurden nicht rechtzeitig geliefert. Darum hat das Stadion, in dem auch das Endspiel ausgetragen wird, noch immer kein Dach. Und das, obwohl schon seit 6 Jahren bekannt ist, wo und wann diese Weltmeisterschaft stattfinden wird.

Nachdem eine Weltmeisterschaft aber nie, nie, nie! verschoben wird, muss halt die Qualität daran glauben. Das ist in allen Projekten so. Es gibt nicht mehr Möglichkeiten, als dass der Termin verschoben wird oder die Qualität darunter leidet. Denn die Kosten spielen in diesem Fall ja keine Rolle mehr. Und das Projekt einfach abzubrechen geht ja schon gar nicht. Da hätten ja schon all die Fernsehhändler etwas dagegen.

Die Misere hätte vermieden werden können. Klar. Dazu bedarf es allerdings etwas mehr als nur professionelle Projektmanagement-Tools. Und blöd maulen kann im Nachhinein auch jeder. Auch ich. Allerdings hätte keine Risiko-Analyse der Welt abschätzen können, dass Tote bei den Baustellen zu beklagen sind und welche Auswirkungen dies auf den weiteren Baufortschritt haben wird.

Ebenfalls wird kein Werkzeug der PM-Tool-Box die ach-schon-so-lange-angepriesene soziale Kompetenz des Projektleiters ersetzen. Schwer vorauszusehen sind auch die Unruhen, welche schon seit den letzten Monaten das Land spalten.

Projektmanagement ist weit mehr, als stupide Tools anzuwenden, Ressourcen zu verplanen und entsprechende Ziele zu kommunizieren. Und in meinem Nummer 1 Bestseller „Das Ende des Projektmanagements“ gibt es dazu auch noch Hinweise darauf, wie eine neue Generation an Führungskräften die Arbeitsweisen zusätzlich verändert.

Noch einfacher geht’s natürlich wenn wir gleich einen Termin vereinbaren und gemeinsam klären, wie Ihre Projekte in Zukunft besser funktionieren. Und Dächer früh genug montiert werden.

 

Ihr Ronald Hanisch